Die Sache mit dem Channeln…..

Ich bin ein ganz normaler Mensch, der sich seit einigen Jahren mit etwas beschäftigt, das man neudeutsch „Channeln“ nennt. Ich gebe Botschaften aus der geistigen Welt an andere Menschen weiter. Ich tue das in Seminaren und in Büchern. Und wie es dazu gekommen ist, ist recht unspektakulär. Es gehörte nur ein bisschen Mut dazu, sich für diesen Weg zu entscheiden. Ich begann vor 10 Jahren, mit diesen Botschaften an die Öffentlichkeit zu treten. Das war in der Zeit noch etwas Außergewöhnliches. Heute gibt es einige Menschen, die eine gute geistige Anbindung haben und „channeln“. Das gab es übrigens zu allen Zeiten, denn alle heiligen Schriften wurden von Menschen empfangen.

Ich hab schon als Kind Stimmen im Kopf gehabt und das, was man imaginäre Freunde nennt. Ich habe mit ihnen gespielt und mich mit ihnen unterhalten. Das hab ich als ganz normal empfunden. Meine Umwelt allerdings weniger. Manchmal war das auch etwas unangenehm, weil ich die Botschaften, die ich bekam ausplauderte, einmal sogar als eine Tante zu Besuch war, die gerade in Ehe-Sorgen steckte. Ich sagte ihr eine Botschaft, die so in etwa lautete: „Mach dir keine Sorgen, dein Mann kommt wieder zu dir zurück!“ Die Tante war sehr erstaunt und fing an zu weinen. Meine Mutter schickte mich aus dem Zimmer, weil ich in ihren Augen etwas sehr Unpassendes getan hatte.

Ich bin sicher, dass alle Kinder in den ersten Jahren diesen Kontakt zur geistigen Welt haben. Vielleicht beobachten Sie selbst einmal ihre Kinder oder Enkelkinder. Meistens endet das, wenn die Kinder in die Schule kommen, wenn der Ernst des Lebens in ihr Leben ziemlich drastisch Einzug hält.

Bei mir war das wohl ähnlich, an vieles kann ich mich nicht mehr erinnern. Zwischenzeitlich, das erkenne ich rückblickend, war der Kontakt immer da und hat mir in wesentlichen Situationen meines Lebens oft sehr geholfen. Aber, daran erinnere ich mich sehr gut, manchmal habe ich die Ratschläge nicht angenommen und mich anders entschieden. Das brachte einen Umweg in meinem Werdegang mit sich. Diese Informationen der geistigen Freunde waren Ideen, die mir einiges erspart hätten. Die sehr bekannte Frage ist natürlich, ob es gut ist, etwas zu umschiffen, was man eigentlich erleben hätte sollen oder können. Ich glaube, dass wir seit vielen Jahren viele Helfer um uns haben, die uns helfen dürfen, unseren Weg gerade zu gehen, die sogenannten Umwege sind nicht mehr notwendig. Wer die gehen will, bitte, aber wir können auch direkter unsere Erfahrungen und unsere Meisterschaft gehen, in der sich viele Menschen, die erwacht sind, die sich fragen, warum sie hier sind, befinden. Sich mit den geistigen Helfern und Freunden auszutauschen, ist wirkliche eine spannende und sehr hilfreiche Sache.

Bis zu meinem vierzigsten Lebensjahr bin ich als Journalistin tätig gewesen. Ich hab das sehr gern gemacht, es war aufregend, und ich war auch viel unterwegs. Doch dann wurde der Kontakt zu der geistigen Welt sehr viel intensiver. Ich bekam ständig Botschaften, die ich mir notieren sollte und die auch die Info enthielten, dass mein Leben sich noch sehr verändern würde. Der geistige Meister Saint Germain und Erzengel Gabriel waren intensiv an meiner Seite. Sie zeigten mir, wo ich noch in alten Mustern steckte, die ich aus der Kindheit und später gespeichert hatte, und dir mir möglicherweise im Leben hinderlich sind. Sie sagten mir, ich sollte meine Gedanken beobachten und nicht so viel werten. Sie zeigten mir eine Möglichkeit, wie ich in andere Leben schauen konnte. Das erklärte mir, warum und wie ich auf Situationen reagierte und vieles mehr. Das ging so über gut zwei Jahre. Meine eigentliche Arbeit trat immer mehr in den Hintergrund. Letztlich, ich hab damals als freie Journalistin gearbeitet, blieben Aufträge aus und ich fragte mich, wo es hingehen sollte. Ich bekam die Antwort, ich würde mit anderen Menschen arbeiten und ihnen helfen, selbst gut in den Kontakt mit der geistigen Welt und ihrem Höheren Selbst (einem eigenen höheren Anteil in der geistigen Welt) in Kontakt zu kommen. Und das würde bald geschehen. Ich lernte zwischenzeitlich das geistige Wesen KRYON kennen, das aus der Familie der Schwerter, dem auch Erzengel Michael angehört, stammt. KRYON fragte mich, ob ich sein Medium sein möchte. Ich brauchte eine Weile, um dies alles zu verdauen. Um mich herum waren natürlich auch Freunde, die den Kopf schüttelten und mir sagten, ich solle doch meine gute Arbeit für so eine verrückte Sache nicht aufgeben. Aber ich hab’s gewagt – und nicht bereut.

Wenn ich mit den Menschen arbeite, gebe ich nicht nur die Botschaften der geistigen Welt weiter, sondern ich stelle auch hohe Energie zur Verfügung, die diese Wesen mitbringen. Und wenn man denkt, dass ich etwas Besonderes tun müsste, um in diese Verbindung zu kommen, weit gefehlt. Es ist lediglich wie eine Bewusstseinsverschiebung. Kurz bevor ich zu channeln beginne, spüre ich eine leichte Energie in mich einziehen, so wie ein Windhauch. Ich bemerke, mein Körper wird leicht, und ich fühle mich wunderbar: getragen, geliebt und ganz weit. Und es ist ein Gefühl, als hätte ich ein Glas sehr guten Champagners getrunken. – Ich brauche nichts zu tun, außer mich ganz zu öffnen. Ich habe dabei meinen Körper nicht verlassen, ich bin ganz klar und bekomme alles mit, was gesagt wird. Ich trete lediglich ein Stück zur Seite und überlasse der Wesenheit meine Sprachwerkzeuge. Ich bekomme geistige Pakete, die mein menschliches System mit meinem Wortvokabular und meiner Persönlichkeit umsetzt. Die Menschen, die zu mir kommen, lauschen diesen Botschaften, und sie spüren, wie diese Energie auch ihnen das Herz öffnet. Wir machen auch Übungen, die es ermöglichen, selbst Kontakt zu der geistigen Welt und dem Höheren Selbst zu bekommen.

Übrigens braucht man für diesen Kontakt zum Höheren Selbst oder den geistigen Führen nicht unbedingt so ein Seminar. Denn wir haben ja eine besondere Zeit jetzt hier auf der Erde. Wir sind im Wandel und aus dem Zentrum der Galaxie strömt eine hohe Energie auf die Erde, die durch die Abschwächung des Magnetgitters stärker zu uns kommt. Deshalb kann jeder Mensch allein zuhause diese Verbindung probieren. Das Höhere Selbst ist unser Göttlicher Kern, der nun Verbindung zu uns aufnehmen möchte. Was das Leben sehr viel leichter sein lässt und viele Irr- und Umwege nicht mehr notwendig macht. Diese Verbindung zum Höheren Selbst bringt auch eine Verschmelzung der weiblichen und männlichen Seite in uns selbst in gang, die sogenannte Chymische Hochzeit. Denn das Ziel, das alle Menschen hier auf der Erde haben, ist eine Vervollkommnung, die Meisterschaft, die eine Verschmelzung mit dem Höheren Selbst mit sich bringt und eine Verabschiedung aus diesem dualen System, in dem wir leben. Wir werden weiterziehen und andere Galaxien und Welten erobern.

Das Channeln ist nicht nur etwas für Auserwählte, sondern ein Werkzeug der neuen Zeit und für jeden erlernbar. Es erleichtert das Leben wirklich ungemein. Wäre es nicht wunderbar, viele Menschen täten das, dann gäbe es sicherlich mehr Frieden auf der Welt? Denn in Frieden und in Liebe zu leben, ist das Ziel der neuen Erde.

Vielleicht darf ich noch eine kleine Übung anbieten, die es möglich macht, selbst in diese Verbindung zum Höheren Selbst zu kommen? Suchen Sie sich ein ruhiges Plätzchen und machen Sie es sich bequem. Dann schließen Sie Ihre Augen und begeben sich auf eine innere Reise. Sie stellen sich etwas vor, sie imaginieren. Das tun alle Menschen den ganzen Tag, man nennt es auch Fantasie. Sie stellen sich nun eine Wiese vor.  Sie spüren, wie Sie dort stehen und erkunden Ihr eigenes Sein, indem Sie die geistigen Hände benutzen und sich abtasten. Gehen Sie ganz in diesen Körper hinein. Sie sind jetzt auf einer höheren Ebene Ihres Seins. Und beides ist real: Sie sind dort und sitzen in Ihrem Zimmer. Dann schauen Sie sich auf der Wiese um und bitten darum, ihr Höheres Selbst möge sich Ihnen zeigen. Es wird Ihnen erscheinen. Es kann ein goldener Sonnenengel sein, eine lichte formlose Gestalt, eine Sonne, oder es sieht so aus wie Sie in Ihrem Zimmer. Nun nehmen Sie Kontakt auf, lassen sich umarmen, verschmelzen vielleicht ein bisschen. Genießen Sie diese wunderbare Erfahrung. Vielleicht sind Sie erstaunt, wie einfach es ist, in diesen Kontakt zu kommen. Vertrauen Sie, und stellen Sie diese Begegnung nicht infrage. Jetzt wäre die Gelegenheit für Fragen, wenn Sie wollen.

Dies ist ein Beginn und eine Möglichkeit, sich mehr zu Verlichten, leichter und klarer zu werden und zu erkennen, wer man wirklich ist. Das bedeutet nicht, dass wir nicht mehr das Leben hier leben sollen. Aber es ist leichter, dies in der bewussten Verbindung zum Höheren Selbst zu tun.

Wir Menschen sind mit der Erde in starken Transformationen, das sehen wir überall. Und diese spannende, wenn auch oft schwierige Zeit lässt sich leichter leben mit dieser Verbindung zum Göttlichen. Das Höhere Selbst ist ein Teil unserer Multidimensionalität, darüber gibt es weitere Höhere Selbste bis hin zur Quelle allen Seins. Das ist unser Weg nachhause.

Barbara Bessen

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