“Meine Vermählung mit mir…..”

Man sagt, wir seien jetzt auf dem Weg in unsere persönliche Meisterschaft. Der Meisterschaft über die Materie, über unser irdisches Vierkörpersystem. Ich glaube, vielen von uns ist dies gar nicht so bewusst. Wir sprechen oft vom Aufstieg, von der Erweiterung unseres Bewusstsein. Das Wort Meisterschaft mutet ein bisschen ältlich an, so wie zu anderen Zeiten. Den Zeiten der Mysterienschulen und anderen tempelartigen Stätten, wo irdische Hohepriester ihre Schüler in die Geheimnisse des Lebens einwiesen. Heute gehen wir eher salopp mit den früher so gehüteten Wissen um. Überall kann man sich heute über den Weg des Lebens und das Wirken des vieldimensionalen Universums informieren. Wir können uns überall schlau machen, mit Wissen experimentieren und prüfen, was es mit uns macht. So ganz nebenbei gehen wir dabei durch das, was in den Mysterienschulen alter Zeit vielfach unter Askese und großen Druck durchwandert wurde: Wir gehen unseren Weg der irdischen Meisterschaft  im täglichen Leben. Zwischen Familie und Beruf suchen wir unseren spirituellen Weg. Die Kunst dabei ist, diesen Pfad zu halten. Mein geistiger Lehrer KRYON sagt gern: Wir stehen mit einem Bein in der Dualität und mit dem anderen in der Multidimensionalität. Die Kunst sei es, beides miteinander zu verbinden.

Und so fast wie nebenbei vereinen wir unsere männlichen und weiblichen Anteile in uns. Früher nannte man das die Chymische Hochzeit. Die Vermählung der Göttin und des Gottes in uns selbst. Das geht mit der Ausgleichung der Dualität einher. Das wiederum bringt mit sich, dass wir uns nicht mehr so sehr mit der Dramatik des Lebens und der Bewertung beschäftigen. Wir versuchen, alles, was nach Gut und Böse, Hell und Dunkel, Wahr und Falsch riecht mit dem höherschwingenden Blick zu beleuchten und uns nicht mehr in die noch gespeicherten emotionalen und mentalen Erlebnisse und Lebensvorstellungen hineinziehen zu lassen. Denn wir haben die Erkenntnis mit dieser Verschmelzung unserer polaren Anteile, dass alles nur zwei Seiten einer Medaille sind. Und wir fühlen immer mehr diese wunderbare Erkenntnis: Wir sind Anteile eines höherschwingenden Wesens, das eine Erderfahrung hat. Wir sind viel mehr als nur das geborgte irdische Kleid, unser Vierköpersystem. Wir müssen uns nur immer wieder – gerade in Krisenstunden – daran erinnern.

Mit der Verschmelzung der männlichen und weiblichen Seite in uns, öffnet sich auch unser interdimensionales Herz weiter. Diese Öffnung ist wichtig für die Begegnung mit aller unsere weiteren inneren Anteilen, wie das innere Kind, die inneren Eltern und Geschwister, Freunde und vieles mehr. Wir können bald lächelnd denen verzeihen, die uns Täter oder Opfer waren. Und, bei der Öffnung des Herzens kommen wir immer mehr in die Qualität der Selbstliebe. Es ist so wichtig, uns selbst zu achten und zu ehren, und uns das zu geben, was wir brauchen, um uns gut zu fühlen. Vielleicht sich auch von Freunden oder anderen Verbindungen zu lösen, weil sie uns nicht mehr gut tun. Wir sind wirklich unseres Glückes Schmied, denn nur wir wissen, was uns gut tut. Wer sollte dies sonst für uns herausfinden?

Meine geistigen Freunde haben mir in all den Jahren der gemeinsamen Seminararbeit immer wieder vermittelt: Niemand hat das Recht, einem die eigene Freiheit zu nehmen. Dennoch lassen wir es oft zu. Manchmal auch, weil sogar zehrende oder bestimmende Menschen um uns herum uns manchmal lieber sind als gar keine. Wir gewöhn(t)en uns an Manipulationen und Übergriffe jeglicher Art. Jetzt müssen wir mutig sein, uns von Dingen und Menschen zu lösen, die energetisch Suchende oder/und Krücken waren. Die brauchen wir nicht mehr. Der Weg in die Freiheit ist nicht leicht, aber durch die wunderbare Neue Energie, die aus dem Zentrum der Galaxie von der Zentralsonne über unsere Sonne durch das geschwächte Magnetfeld der Erde zu uns kommt, haben wir mehr Kraft für diese Schritte. Und – der Schleier des Vergessens löst sich immer mehr. Wir wissen, wer wir sind. Und wir trauen uns, ver-rückte Schritte zu tun, die wir uns früher nie getraut oder erlaubt hätten.

In dieser Zeit des Wandels ist es nicht immer leicht, die Herzensmitte und den Herzensblick, der alles höherschwingend und ohne Wertung sieht, zu halten. Ich habe durch die geistigen Freunde ein wunderbares und dennoch einfaches Werkzeug, passend für diese Zeit bekommen: Es ist das „Hand aufs Herz legen“.

Diese kleine Übung, die man überall praktizieren kann, hat eine große Wirkung. Sie ist ganz einfach: Wann immer man sich nicht wohlfühlt, traurig ist, sich überfordert oder schlecht behandelt fühlt oder die eigene Wertschätzung nicht so recht klappen will, legt man einfach eine Hand auf die Brust im Herzbereich. Ein paar mal tief durchzuatmen ist hilfreich. Dann wartet und spürt man, wie sich eine wunderbare Energie aus dem Handchakra im physischen Herzen und im Brustraum ausbreitet. Ruhe, Frieden und Freude treten ein. Nach einer Weile kann man spüren, wie sich dieses Gefühl verstärkt, denn wir haben uns mit unserem Heiligen, Höheren Herzen, dem Sitz unseres Höheren Selbstes verbunden. Nach einer weiteren Weile ist man wieder in einer ausgeglichenen Stimmung, und welche Sorgen auch immer da waren, sie sind leichter lösbar, nämlich mit der Kraft des Höheren Seins. Mit dieser kleinen Übung unterstützen wir die Vermählung mit uns selbst. Wir verlichten uns immer mehr mit unserem höher schwingenden Anteil, der wir sind. Ein wichtiger Schritt auf unserer langen Reise nach Hause.”

Barbara Bessen

Dieser Artikel von Barbara wurde in der Zeitschrift “Impulse” 7/2013 veröffentlicht

www.barbara-bessen.com

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